Wie digitale Versammlungen und Konferenzen (nicht nur) in Zeiten einer globalen Pandemie aussehen können, zeigen inzwischen unzählige Beispiele. Wenn du an dieser Stelle Unterstützung benötigst, zögere nicht und melde dich gerne bei mir.

Häufig bleibt aber beispielsweise beim Einsatz von Zoom oder OpenSlides die Frage nach der satzungskonformen Wahl: Wie kann eine sichere digitale Wahl ablaufen? Welche Tools stehen zur Verfügung? Was gilt es zu beachten?

An dieser Stelle möchte ich ganz kurz zwei mögliche Tools vorstellen: OpenSlides und Polyas.

Wahlen mit OpenSlides

Mit OpenSlides gibt es die Möglichkeit neben Abstimmungen von Anträgen auch Personenwahlen durchzuführen. Einfach, online und in einem System mit allen weiteren relevanten Sitzungsunterlagen.

Der Vorteil liegt dabei auf der Hand. Es braucht keinen Wechsel der Systeme und die Wahl ist somit für alle Beteiligten schnell und einfach durchführbar.

OpenSlides verfügt allerdings nicht über eine Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach Common Criteria Standards. Das liegt vor allem daran, dass die Kosten für ein solches Zertifikat nicht unwesentlich sind.

Grund genug aber für Kirchen und andere Organisationen andere Wahltools zu bevorzugen. An dieser Stelle sei für die Kirchenmenschen unverbindlich gesagt, dass die EKD derzeit eine rechtliche Einschätzung zu Wahlen mit OpenSlides erarbeitet. Es bleibt also spannend und ich halte euch auf dem Laufenden.

Geheime und nicht-namentliche Wahlen sind aber natürlich problemlos mit OpenSlides durchführbar. Das Wahlgeheimnis bleibt gewahrt und jede*r Wahlberechtigte*r kann die Stimme nur einmalig abgeben. Allerdings gibt es keine Zwei-Klick-Lösung bei OpenSlides die noch einmal abfragt, ob man die Stimmabgabe wirklich so tätigen möchte wie sie ausgewählt wurde. Das ist für viele Stellen im kirchlichen Bereich Anlasse genug, auf Wahltools wie beispielsweise Polyas zurückgreifen.

Wahlen mit Polyas

Partizipation online zu ermöglichen und demokratische Prozesse zu vereinfachen hat sich das Unternehmen Polyas auf die Fahnen geschrieben.

Partizipation ist das höchste Gut in einer demokratischen Gesellschaft. POLYAS hat es sich zur Aufgabe gemacht, digitale Teilhabe und Mitbestimmung online erlebbar zu machen und zu vereinfachen. 

polyas.de

Das deutsche Unternehmen mit Hauptsitz in Kassel ermöglicht Online-Wahlen mit unterschiedlichsten Funktionen und schützt dabei die Daten der Wahlberechtigten. Bei einer Wahl mit Polyas ist es grundsätzlich möglich ohne jegliche personenbezogenen Daten zu arbeiten. Darüber hinaus hat Polyas eine Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach Common Criteria Standards. Das bedeutet vor allem, dass bei allen Abläufe das Wahlgeheimnis gewahrt bleibt und jede*r seine Stimme nur einmal abgeben kann. Mehr Informationen zur Sicherheit und Verschlüsselung bei Polyas finden sich auf der Unternehmenswebsite.

Folgende Wahlmöglichkeiten gibt es derzeit mit Polyas:

  • Online-Wahl über einen längeren Zeitraum (z.B. im Vorfeld einer Tagung, Gemeindekirchenratswahl oder andere)
  • Live-Voting während einer Tagung oder Konferenz (z.B. Vorstandswahl vor Ort, Vorstandswahl während einer Digitalkonferenz oder andere)
  • Nominierungsplattform für die Nominierung von Kandidat*innen für Wahlen

Die Kosten für eine Wahl mit Polyas können auf der Website kalkuliert werden.

Wahlen bei analogen Tagungen und Konferenzen

Auch bei analogen Tagungen können diese Tools hervorragend für Wahlen und Abstimmungen eingesetzt werden. So spart man sich lästiges Auszählen von Stimmen. Dabei sollte aber berücksichtigt werden, dass natürlich ein Endgerät bei allen Wahlberechtigten vorhanden sein muss (z.B. Smartphone oder Tablet).

Hast du Interesse daran die Wahlen in deiner Organisation oder Einrichtung zu digitalisieren? Dann melde dich bei Unterstützungsbedarf gerne bei mir.

Write A Comment