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Podcast Technik

So mache ich das mit den Podcasts – Teil 2

Nachdem ich im ersten Teil dieser kleinen Serie einen Einblick in die Aufnahmetechnik gewährt habe, soll es heute um die Software im Hintergrund gehen.

Digital Audio Workstation: REAPER mit Ultraschall

Auf der Suche nach einer Aufnahmesoftware habe ich mich im Sendegate umgehört und mit Kolleg*innen gesprochen die bereits in der Podcast-Welt unterwegs waren. Nach Recherchen und Gesprächen war relativ klar, dass REAPER die Software meiner Wahl ist. Im Zusammenspiel mit Ultraschall, einer Open Source Erweiterung von REAPER, ist eine einfache und gleichzeitig professionelle Produktion von Podcasts möglich.
Die Software kostet einmalig um die 60 Euro.

Eine umfangreiche Erklärung zur Installation und Anwendung gibt es direkt auf der Website von Ultraschall und ich empfehle die Installation Stück für Stück nach der dortigen Anleitung vorzunehmen. Außerdem finden sich dort auch einige Tutorials für die Aufnahme und Produktion von Podcasts.

Nach der Aufnahme der Podcasts können sie direkt in Ultraschall geschnitten und weiterverarbeitet werden. Dazu gehören auch Kapitelmarken, Filter und Exportassistenten – ein Rundumsorglos-Paket.

Ein Einblick in Ultraschall

Auphonic: Feinschliff beinahe von Geisterhand

Viele meiner Produktionen durchlaufen nach dem Export aus Ultraschall noch den Dienst Auphonic. Auphonic analysiert die Inhalte der Audiodateien und führt eine automatische Anpassung von Lautstärke, Pegel usw. durch. Darüber hinaus kann Auphonic die korrekten Metadaten-Tags vergeben und Kapitelmarken setzen, sofern das nicht mit Ultraschall erledigt wurde. Auphonic macht da einen wirklich guten Job und filtert beinahe jedes ungewollte Nebengeräusch heraus.

Für die Nutzung von Auphonic fällt ein Nutzungsentgelt an. Auf der Website des Dienstes gibt es unterschiedliche Preismodelle und Staffelungen. Mit einem einmaligen Entgelt kann man einige Folgen produzieren.

Veröffentlichung

Nach der Produktion, dem Export und der Nachbearbeitung mit Auphonic geht es weiter mit der Veröffentlichung des Podcasts. Dabei gibt es wie so oft unterschiedliche Möglichkeiten.

Weit verbreitet ist die Bereitstellung des Podcasts über eine eigenständige Website mit WordPress und dem Plugin “Podlove Podcast Publisher“. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Anbieter, die einen Full-Service anbieten: Podcast-Hosting, Verbreitung und Analyse.
Zu diesen Diensten gehört beispielsweise die Podigee GmbH aus Berlin. Podigee übernimmt dabei neben dem Hosting auch das Eintragen in weitere Dienste wie Apple Podcasts, Spotify und Deezer.

Einblick in Apple Podcasts Verzeichnis

Verbreitung

Ein kostenloser Eintrag in das Apple Podcast Verzeichnis sollte in jedem Fall vorgenommen werden. Darüber hinaus bieten sich weitere Dienste wie Spotify und Deezer an – bei beiden Diensten ist der Eintrag kostenlos, allerdings stimmt man den dortigen AGBs zu, die man unter Umständen genauer lesen sollte. Der Eintrag bei Spotify ist seit einiger Zeit über Spotify for Podcasters möglich.

Und dann empfiehlt es sich natürlich möglichst viele Kanäle für die Verbreitung neuer Podcast-Folgen zu nutzen. Ein Fokus sollte hierbei vor allem auch darauf liegen den Menschen zu sagen, dass sie den Podcast gerne abonnieren sollen. Dann erhalten sie zum Beispiel über ihre Podcast-App eine Benachrichtigung bei jeder neuen Folge.

Und jetzt? Anfangen.

Hast du jetzt einige Informationen abgreifen können? Möchtest du einen eigenen Podcast starten? Solltest du noch Fragen haben, schreibe sie gerne in die Kommentare. Und wenn du Unterstützung bei deinem Podcast brauchst, melde dich gern bei mir.

Von Lucas

Was mit Evangelischer Jugend, Digitalisierung, Nordsee und Papa sein. Threema ID: HDX7AJB2

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