Daten

Die Speicherung und Zurverfügungstellung von Daten ist in Zeiten von Dropbox und anderen Cloudanbietern generell kein Problem mehr. Wie es bei diesen Diensten aber mit der Datenhoheit und dem Datenschutz aussieht bleibt häufig unbeachtet.
Und dabei geht es nicht einmal nur um die eigenen Daten, sondern auch um die von Dritten anvertrauten Daten.

Dabei ist auch für nicht ganz technisch versierte Menschen der Betrieb eines eigenen Servers bzw. NAS Systems heute gar kein Problem mehr. Hier möchte ich auf drei von mir genutzte Möglichkeiten hinweisen.

Protonet Soul

Protonet Soul ist eine Kollaborationssoftware. Soul läuft auf einem Server der an jedem beliebigen Ort mit einem Internetanschluss aufgestellt werden kann. So bleibt die volle Hoheit über die eigenen Daten erhalten.

In den vergangenen Jahren war Protonet immer wieder in Kritik geraten, weil das Unternehmen in die Insolvenz gerutscht war. Die Entwicklung geht aber weiter. Es kommen regelmäßig Updates, die Unternehmenskommunikation hinkt allerdings manchmal. So braucht es teilweise durchaus starke Nerven auf diese Lösung zu setzen, die aber gerade durch den Funktionsumfang für mich derzeit alternativlos ist.

In der Kinder- und Jugendarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg setzen wir jetzt schon mehrere Jahre auf die Lösung vom ursprünglichen Hamburger Unternehmen und sind insgesamt sehr zufrieden.
Support und Kommunikation zwischen Protonet und mir laufen insgesamt sehr gut, das mag aber auch an der langjährigen Zusammenarbeit liegen.

Und ein riesiger Pluspunkt: der Administrationsaufwand geht gegen null. Server einstecken, starten und anfangen. Auch mit wenig Vorahnung gut machbar. Das gilt auch für Updates und Backups.

Synology NAS

Einfach nur Daten speichern und überall verfügbar haben? Da kann ich Lösungen von Synology empfehlen. Die NAS Systeme werden in ganz unterschiedlichen Größen angeboten und können mit eigenen Festplatten bestückt Zuhause oder an jedem anderen Ort mit Internetanschluss aufgestellt werden. Die Daten bleiben also in der eigenen Hand.

Die Software kann auch weitaus mehr als einfach nur Daten bereitstellen, damit habe ich mich dank Protonet Soul aber noch nie intensiver auseinandergesetzt.

Ähnlich wie bei Protonet Soul ist der Administrationsaufwand sehr gering. NAS besorgen, Festplatten einbauen und loslegen. Die Ersteinrichtung ist ein bisschen kniffeliger als bei Protonet – aber durchaus machbar.

Nextcloud

Bei Nextcloud wird es etwas fummeliger. Die „selbst gehostete Produktivitätsplattform“ kannst du auf einem Server deiner Wahl installieren und dann an jedem beliebigen Ort mit Internetanschluss aufstellen. Für die Installation und Einrichtung benötigst du allerdings ein paar Kenntnisse in Linux und allgemein in der Arbeit mit Konsolen-Kommandos.

Ich habe vor einiger Zeit mal eine recht schlichte Anleitung für die Einrichtung eines eigenen Nextcloud-Servers aufgeschrieben, ob sie aktuell aber noch funktioniert kann ich nicht sagen.

Für die Einrichtung braucht es etwas Geschick, das durch eine breite Funktionspalette belohnt wird. Aber auch die Wartung und Instandhaltung funktioniert leider nicht mit so wenig Administrationsaufwand wie bei Synology oder Protonet.

Bei einigen Webhostinganbietern habt ihr auch die Möglichkeit Nextcloud per One-Klick auf eurem Webspace zu installieren (z.B. bei meinem Anbieter all-inkl.com). Das ist für den Einstieg ganz nett, aber bei euch Zuhause sind die Daten damit noch nicht.

Datenhoheit behalten oder zurückholen

Du möchtest die Hoheit über deine eigenen Daten behalten bzw. sie dir von Google und anderen Anbietern zurückholen? Du weißt aber nicht genau mit welcher Lösung du das anstellen sollst?
Melde dich gerne bei mir über einen der im Kontaktbereich angegebenen Wege. Dann schauen wir auf deine Bedarfe und können so gemeinsam eine gute Lösung für dich finden.